Ab wann arbeiten wir zu viel? Ab wann legen wir uns zu sehr auf die faule Haut? Die Frage der Work-Life-Balance beschäftigt viele Menschen sehr. Arbeiten wir mehr als vorgegeben, heißt es schnell: Pass auf, dass Du nicht in ein Burnout gerätst. Lassen wir es locker angehen, fühlen wir uns auch nicht besser. Was ist richtig?

Grundsätzlich bin ich der Meinung: Wer sich zu sehr anstrengt, brennt aus. Wer sich zu sehr entspannt, wird lethargisch. Aber natürlich hängt die Frage Deines Workloads natürlich auch von Deinen großen Lebenszielen ab. Wenn Du erfolgreich sein und Dir Wohlstand aufbauen willst, empfehle ich Dir:

Erst viel, dann fokussiert

Arbeite in den ersten Jahren Deiner Karriere lieber etwas mehr als zu wenig.

Die ersten drei bis sieben Jahre können schon mal hart werden. Wenn Du aber in dieser Phase die richtigen Dinge lernst und Dir ein gutes Kapital aufbaust, wird die zweite Phase umso schöner. Du arbeitest weniger, aber fokussiert und widmest Deine Zeit den Dingen, Du am besten und am liebsten machst.

Die Alternative?

Du kannst es natürlich entspannt angehen lassen und nie zu viel arbeiten. Doch dann wirst Du sehr wahrscheinlich im Laufe Deiner Arbeitszeit feststellen, dass Du immer härter arbeiten musst. Sonst wird das Geld knapp.

Deiner Arbeit haftet dann auch ein „lebenslänglich“ oder bis zur Rente mit fast 70 an. Lebenslänglich zu arbeiten, befürworte ich grundsätzlich sehr. Viele sehr erfolgreiche Menschen arbeiten Ihr gesamtes Leben lang.

Doch der Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und Dir: Diese Menschen können nicht genug bekommen von ihrer Arbeit. Sie machen ihren Job einfach so wahnsinnig gerne. Aber sie haben die Wahl.

Und das ist der springende Punkt: Du wirst arbeiten müssen und hast auch nicht die freie Wahl zu entscheiden, was Du tun möchtest. Eine wirkliche Alternative ist das nicht, oder

Vielleicht fragst Du Dich, warum wir eigentlich in der ersten Phase so hart arbeiten müssen?

Ganz einfach: Du stehst noch ganz am Anfang Deiner Karriere. Dir fehlt Erfahrung. Du hast viele Fähigkeiten noch nicht erworben, Deine Talente noch nicht voll ausgebildet.

Du musst hart arbeiten, um Dich so gut zu entwickeln, wie es nur geht.

Wie willst Du Dich positionieren?

Wie kannst Du Dich oder Deine Sache optimal vermarkten?

Wie wirst Du zum Top-Verkäufer?

An diesen Fragen führt kein Weg vorbei, wenn Du erfolgreich werden willst.

Wissen aufsaugen

Lerne, so viel wie möglich. Aber anders, als Du es in der Schule, in der Ausbildung oder an der Uni gelernt hast. Du hast jetzt alle Freiheiten. Beschäftige Dich nur mit den Dingen, die Dich wirklich interessieren. Denn die bleiben hängen.

Lass Dich inspirieren. Von Menschen, die Dir begegnen. Von (Geschäfts)Ideen, auf die Du stößt. Von allem, was Dich umgibt und positiv berührt.

Lass Dich coachen. Wenn Du Schwächen oder Lücken hast, hole Dir Unterstützung von den Besten.

Krisen meistern

Warum ist es so wichtig, dass Du jetzt Disziplin zeigst und dranbleibst? Weil Du damit die elementare Fähigkeit erlernst, Krisen zu meistern.

Du musst mit Druck umgehen können. Es wird Kritik hageln, an der Du untergehen oder wachsen kannst. Du musst Niederlagen verkraften und soziale Kompetenz aufbauen. Du baust Dir Dein erstes Kapital auf, das Du hälst und idealerweise vermehrst.

Ich kenne niemanden, der diese erste Phase umgehen konnte und trotzdem erfolgreich geworden ist.

Die zweite Phase: Fokus und Leidenschaft

In der zweiten Phase sieht Dein Leben ganz anders aus.

Du hast die ersten großen Ziele Deines Lebens erreicht. Du bist gut in den Dingen, die Du machst. Deine Talente sind voll entwickelt. Du hast Erfahrung aufgebaut und kannst viele Tätigkeiten mit einer gewissen Gelassenheit ausüben. Viele Aufgaben machst Du nicht mehr selbst, Du delegierst sie. Deine Intuition hilft Dir, Fehler zu vermeiden.

Jetzt ist etwas anderes elementar wichtig: nämlich der Fokus auf das, was Du am besten kannst und am liebsten machst. In diesem Bereich wirst Du in der zweiten Phase Deines Lebens die höchsten Gewinne machen und die größten Erfolge erzielen.

Jetzt weiter zu machen wie zuvor, ist einfach. Denn Du hast die Erfahrung. Aber Du wirst Dich nicht weiterentwickeln, das Leben nicht ausschöpfen und läufst Gefahr auszubrennen.

Die Strategie für die zweite Phase Deiner Karriere lautet: weniger aber die richtigen Dinge tun, sich zurücknehmen, delegieren, anderen mehr zutrauen, führen.

Herzlichst, Dein

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