Vergeben ist für viele nicht leicht. Es gibt Menschen, die Kränkungen jahrzehntelang mit sich herumtragen. Man sieht es ihnen oft sogar an: Kränkungen ziehen uns hinunter wie Blei und machen uns das Leben schwer.

Deswegen ist es so wichtig, dass wir lernen zu vergeben. Denn nicht verarbeitete Enttäuschungen richten sich in erster Linie gegen uns selbst.

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Wir schaden uns am meisten

Denke mal an eine Kränkung, die Du nicht vergeben hast. Immer wieder kommt sich hoch und mit ihr Emotionen wie Wut, Hass und Trauer, die sich sogar körperlich bemerkbar machen. Man kann diese Emotionen Sekunden später über bestimmte Stoffe in Deinem Blut messen.

Und weiß die betroffene Person von Deiner Wut? Wahrscheinlich nicht. Die oder der einzig Leidende bist Du. Mit nicht verarbeiteten Kränkungen blockieren und schaden wir uns selbst.

Alles vergeben

So kompliziert sich das für Dich anhören mag: Du solltest alles vergeben – selbst die schlimmsten Dinge, die Dir jemanden angetan hat. Es ist unfassbar wichtig für Dich.

Warum ist es eigentlich so schwer zu vergeben? Ich glaube, es liegt an einem elementaren Missverständnis: Viele Menschen meinen, Sie müssen Ihre Gefühle für einen Menschen verändern. Sie denken, sie müssten die Person mögen, die sie tief gekränkt hat.

Vergeben ist eine Handlung

Doch darum geht es beim Vergeben gar nicht. Vergeben ist ein aktiver Zustand: Du tust etwas, Du schenkst Vergebung. Der einfachste Akt der Vergebung ist es, einer anderen Person das Beste zu wünschen. Dadurch löst sich die Wut in Deinem Herzen nicht in Luft auf, aber sie wird schwächer.

1. Vergib Dir selbst

Die erste Form des Vergebens, ist sich selber zu vergeben.

Fehler und Dummheiten gehören zum Leben dazu. Du wirst immer wieder Fehler machen. Die meisten haben auch ihre Berechtigung. Denn sie sind Deine Lehrer und geben Dir die Möglichkeit zu lernen.

Das funktioniert aber nur, wenn wir keinen Groll mehr gegen uns hegen und uns verzeihen können.

2. Vergib Deinen Eltern

Alle Eltern machen Fehler. Aber die meisten Eltern haben sie nicht in böser Absicht begangen. Daran sollten wir immer wieder denken.

Und Sie doch im vollen Bewusstsein ungerecht waren? Dann hilft Wut leider auch nicht weiter. Es gibt nur einen Weg: Wir müssen Ungerechtigkeiten verzeihen.

3. Vergib Deinem Partner

In Konflikten kommen manchmal Themen und Situationen hoch, die Jahre alt sind. „Du hast gesagt … oder „Du hast jenes oder diese nicht gemacht“ heißt es dann. Diese nicht vergebenen Kränkungen sind Gift für jede Beziehung und blockieren den Fluss der Liebe.

Liebe kann nicht existieren, solange Groll herrscht. Wenn Du Deinem Partner nicht vergibst, verschiebst Du die Liebe. Ein hoher Preis, oder?

4. Vergib allen Menschen

Du sollst alles und allen Menschen vergeben? Ja, das empfehle ich Dir.

Denn jede Tat, die Du vergibst, macht Dein Leben besser. Groll, Wut und Hass blockieren Deine Energie. Etwas haftet an Dir und macht Dir das Leben schwer.

Aber das Leben muss ein Geben und Nehmen, ein Zufließen und Abfließen sein, wenn es gelingen soll. Wenn Du vergibst, werden Groll, Wut und Hass mit der Zeit von Dir gehen.

Das wird nicht augenblicklich passieren. Aber wenn Du übst zu verzeihen, wird es Dir immer einfacher fallen, negative Emotionen ziehen zu lassen.

Wünsche jedem Menschen in Deinem Leben das Beste. Damit hilfst Dir selbst am meisten. Und Du hilfst der Welt.

Herzlichst, Dein

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