Fast alle wollen sie in guten Zeiten, aber nur die wenigsten übernehmen sie in schlechten Zeiten: die Verantwortung. Wenn es brenzlig wird oder die Krise da ist, will niemand schuld gewesen sein. Das hast Du sicherlich schon oft erlebt – ob unter Freunden, im beruflichen Alltag oder in politischen Debatten.

Vielleicht erinnerst Du Dich auch an Situationen, in denen Du Dich vor der Verantwortung gedrückt hast. Falls ja, ist das ein gutes Zeichen. Du erinnerst Dich, weil Du Dich vermutlich nicht gut in dieser Situation gefühlt hast.

Viele Menschen merken gar nicht, wenn sie die Schuld automatisch von sich weisen.

Geht es diesen Menschen ohne Verantwortung besser?

Mit Sicherheit nicht. Ihr Leben mag bequemer sein. Aber wer ein wirklich erfülltes und erfolgreiches Leben führen will, muss konsequent Verantwortung übernehmen – für sich, sein Leben und für andere. Das werden Dir alle Menschen bestätigen, die es gewohnt sind, große Verantwortung zu übernehmen.

Vielleicht machen Dich diese Menschen ehrfürchtig und Du denkst: „Sie sind aus einem anderen Holz geschnitzt. Ich bin nicht dafür geschaffen, Verantwortung zu übernehmen.“

Das sehe ich anders: Jeder ist dafür gemacht, Verantwortung zu übernehmen. Mehr noch: In meinen Augen hat sogar jeder die Pflicht zu einem verantwortungsbewussten Handeln.

Das Gute ist: Verantwortung zu übernehmen, kannst Du lernen und trainieren. Mit der richtigen Denkweise und ein wenig Disziplin.

Alles beginnt damit, dass Du Dich aus Deiner eigenen Passivität befreist – mit folgenden drei Punkten:

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1. Vergiss die Umstände

Wer sich auf die Umstände konzentriert oder sich auch nur um sie kümmert, gerät in einen ewigen Teufelskreis. Er beginnt kurz nach der Geburt und endet womöglich nie wieder.

Sicherlich hast Du mindestens einen dieser Sätze schon gehört:

  • Ich hatte eine schwere Kindheit.
  • Meine Lehrer haben mein Talent nicht erkannt.
  • Wegen meiner Prüfungsangst habe ich einen schlechten Abschluss und konnte nicht studieren, was ich wollte.
  • Mein Chef ist Narzisst, dem es nur um die eigene Karriere geht.
  • Weil mein Partner mich nicht unterstützt, trete ich auf der Stelle.
  • Corona treibt mich in den Ruin, die Finanzkrise frisst mein Vermögen auf.
  • Der Staat beraubt mich meiner Rechte und Freiheiten.

Ich könnte diese Reihe jetzt noch ewig verlängern. An einem oder mehreren dieser Punkte wirst Du Dich wiederfinden. Vielleicht könntest Du auch Umstände ergänzen.

Aber wozu? Zweifelsohne gibt es belastende Umstände – sogar weitaus schlimmere.

Das Entscheidende ist: Über die Umstände nachzudenken, bringt Dir überhaupt nichts. Das Gegenteil ist der Fall: Deinen Umstände die Schuld. zugeben, schadet Dir sogar. Du gerätst in eine Art Dauerstau. Anstatt in den Fluss des Lebens einzutauchen und Dich weiter zu entwickeln, bist Du permanent mit Deinen Stolpersteinen beschäftigt und bremst Dich aus.

Ausschlaggebend sind nicht die Umstände, sondern wie wir auf die Umstände reagieren.

2. Es gibt immer eine Alternative

Lerne die Umstände zu ignorieren und denke anstatt dessen über Deine Alternativen nach.

Nicht Corona regiert Dich, sondern Deine Antwort auf die Corona-Pandemie und ihre Folgen.

Nicht die Regierung ist schuld, sondern Dein Umgang mit staatlichen Maßnahmen.

Es gibt immer Alternativen. Du bist schockiert über das deutsche Rentensystem? Dann hast Du viele Möglichkeiten: Sorge eigenständig vor. Protestiere. Gehe in die Politik, starte eine Bewegung und trage dazu bei, dass die Verhältnisse sich ändern.

Es ist nicht Dein Chef, der Dich ungerecht behandelt. Du bist es, die sich ungerecht behandeln lässt.

Und, und, und….

Nicht die Umstände entscheiden, sondern Deine Reaktion ist wichtig. Mit den Gedanken um Deine Umstände erreichst Du nichts, mit Deinen Alternativen eröffnen sich neue Horizonte.

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3. Finde Antworten

Du kannst neue Lebenssituationen, Krisen und Herausforderungen als riesige Hindernisse betrachten, die Du nicht zu überwinden wagst. Du kannst sie aber auch als spannende Black Box betrachten, die Du mit der richtigen Antwort entschlüsselt.

Wenn Du in jeder Lebenssituationen die Alternativen im Blick hast und nach Antworten suchst, erweiterst Du Deinen Handlungsspielraum und wirst zum Schöpfer Deines Lebens. Du übernimmst Verantwortung für Dich und Dein Leben.

Zu einem verantwortungsvollen Leben gehört, dass Du eine Antwort vorbereitest, bevor die Umstände eintreten. Wo willst Du hin im Leben? Wie kommst Du dorthin und was steht Dir dabei möglicherweise im Weg? Wie kannst Du Dich für Krisen rüsten? Welche Entwicklungen beobachtest Du?

Das Leben ist in einem permanenten Fluss. Auf jedes Hoch folgt ein Tief. In regelmäßigen Abständen wird es Krisen geben. In regelmäßigen Abständen wirst Du Dich neu erfinden müssen, wenn Du Unternehmer bist oder erfolgreich sein willst.

Finde Antworten, bevor der Ernstfall eintritt – er gehört zum Leben dazu.

Herzlichst,

Dein Bodo

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